Am Samstagmorgen um 9 Uhr treffen sich fünfzehn Unternehmungslustige unterschiedlichsten Alters am Ortsrandparkplatz. Über die Treppen neben der B31 geht es zum Einsatzort im Gewann Zihlbühl Unteruhldingen. Ein paar Hundert Meter entfernt von der letztjährigen Pflanzfläche soll auf einer gerodeten Waldfläche von ca. einem halben Hektar zukünftig ein neuer Mischwald aufwachsen.
Verwendung klimaresistenter Baumarten
Der Wald wird sich aus neuen Baumarten zusammensetzen, die mit Hitze bis 40°C und Trockenheit, aber auch Frost klarkommen. Förster Roth erklärt, dass er mit neuen Baumarten experimentiert und hofft, dass sie in der Zukunft unter den veränderten klimatischen Bedingungen einen stabilen Wald aufbauen, dessen Holz auch gut nutzbar sein wird.

Nach einer kurzen Einführung in die Geheimnisse der Baumpflanzung schwärmen die freiwilligen „WaldarbeiterInnen“ aus, bewaffnet mit einem Spaten und kleinen Bäumchen. Die Jungbäume werden wieder in einem Raster gepflanzt, das die Förster bereits ausgesteckt haben. Als Nadelbäume sind Douglasie und Bornmüllertanne dabei, die Laubbaumarten sind Roteiche, Esskastanie, Tulpenbaum und Platane. Laub- und Nadelbäume werden immer abwechselnd in Gruppen eingepflanzt, so dass ein schöner Mischwald entstehen wird.
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Nach der Arbeit folgt die Stärkung
Beim Ausheben der ausreichend tiefen Pflanzlöcher kommen alle ganz schön ins Schwitzen. Nach fast vier Stunden ist es geschafft – rund 350 Bäumchen sind gepflanzt! Auch dieses Mal sind wieder Kinder aus dem Waldkindergarten Uhldingen-Mühlhofen mit dabei, die sich schon freuen, bei Spaziergängen mit ihren Eltern „ihre“ Bäumchen zu besuchen, um zu sehen, wie sie sich entwickeln.
Die Förster werden um die Bäumchen noch einen Schutz anbringen, da besonders Rehe junge Bäumchen mit ihren zarten Knospen sehr lecker finden! Zwischen den Bäumchen müssen die Waldarbeiter anfangs ein bis zwei Mal im Jahr mähen und die Bäume freischneiden, damit sie nicht von Brombeeren überwuchert werden und sich schön entfalten können. Nach mehreren Jahren werden die Schutzhülsen dann entfernt, wenn die Bäumchen ungefähr mannshoch sind.
Als Abschluss gibt es noch eine kleine Stärkung mit Butterbrezeln, Nussstangen und Sprudel. Ein paar der Kinder sind schon zum wiederholten Mal dabei und sie beschließen am Ende noch einen Besuch bei der letztjährigen Fläche zu machen und nach den Jungbäumen zu schauen.
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